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SAAL MIT AUSSICHT
 
 
 
Zur Funktion
Die seitlich gelegenen terrassierten Hangbereiche sind den verschiedenen Haus- und Raumfunktionen entspr. zugeordnet.

Oberes Geschoss
Ausgehend von der nordwestl. Ecke des Hauses, dem Eingangsbereich mit Garderobe, Treppe und Nassräumen, zonieren fast unsichtbare (Wege-) Linien den großen Wohnsaal in Bereiche für verschiedene Funktionen wie Kochen, Essen, Unterhalten, Tanzen, Arbeiten und Ausruhen. Die
Konzeption der Raumfunktionen ist einerseits äußerst komplex, andererseits doch ganz einfach. Sie fließen ineinander und können daher auch in ihrer Ausdehnung je nach Nutzungsbedarf stark variieren. Ergänzende bewegliche Einrichtungsgegen-
stände (Möbel in ihrem ursprünglichsten Sinn des Wortes) entsprechen der Flexibilität des Raumes. Der offene Küchenbereich liegt neben der weinüberrankten West-Terrasse und ermöglicht einen direkten Blick zum Grundstücks- und Hauszugang. Der anschließende großzügige Wohnbereich wendet sich sowohl zur seitlichen Terrasse als auch zum dominierenden Süd- und Stadtpanorama. Ein vorgelagerter, schmaler Putzsteg verstärkt den Eindruck von Weite und Offenheit. Vorbei am zentral gelegenen Sitzbereich mit Kamin-Holzofen zieht sich der Raum „schneckenartig“ zum hinten liegenden Ruhebereich zurück. Hier bietet sich der Blick vor dem Schlafen gehen über die nächtliche Stadt und am Morgen dringen die ersten Sonnenstrahlen ein.

Unteres Geschoss
Eine Wendeltreppe führt vom oberen Eingangsbereich in die baulich zurückgesetzte und somit kleinere untere Ebene. Hier befindet sich ein weiterer Sanitärbereich. Dieser beträgt zusammen mit Treppe ein Ausmaß von 12 m². Der 68 m² große untere Raum bietet ebenfalls einen guten Ausblick. Eine überdeckte, kleine südöstlich gelegene Terrasse erweitert den Nutzungsbereich der unteren Ebene nach außen. Der Raum
selbst ist aber vorerst zurückhaltend ausgestaltet und daher zum Teil roh belassen. Das Entwurfskonzept gestattet auch eine eventuell spätere Unterteilung in einzelne kleinere Räume.

Kellergeschoss
Im Gefolge des Hanges wurde im vorderen Teil ein 35 m² großer Kellerraum errichtet. Die starke Erdüberdeckung erlaubt im Bedarfsfalle einmal einen Ausbau zum Schutzkeller. Zwischen 5°C und 15°C werden jetzt Speisen, Wein, aber auch andere Hauseinlagerungen wie Sport- und Freizeitgeräte deponiert.

DAS TECHNISCHE KONZEPT

Basiskonstruktion
Der Keller und das Untergeschoss wurden aus wasserundurchlässigem Beton gefertigt. Auf der vorragenden, 18 cm starken Betondecke des Untergeschosses befindet sich grazile Tragwerkskonstruktionen mit der großen Stahlrahmen. Sie weisen eine lichte Spannweite von 7,70 m auf. Dazwischen sind Holz-Fachwerk-Elemente eingefügt und es wurde damit
der stützenfreie 13,50 m langen Großraum erzielt.

Wand und Dach
Das 22 und 24 cm starke Fachwerk wurde mit OSB- und DHF-Holzplatten zusätzlich ausgesteift, in deren Zwischenraum Zellulosedämmstoff eingeblasen wurde. Innen wurde auf einer Lattung eine Birkenbretterschalung in Sperrholz verlegt und außen unbehandelte Gebirgs-Lärchenbretter mit Hinterlüftung aufgebracht. Das 1 % geneigte und durchlüftete Kalt-Flach-Dach ist nach innen entwässert und begrünt. Die 10 cm dünnen Platten aus KREUZ-LEIM-HOLZ laden bis zu 1,80 m aus.

Energiekonzept
Eine Gas-Kombi-Therme speist Radiatoren im UG sowie eine Fußbodenheizung im OG. Über einen 30 m langen Erdschlauch wird Frischluft in die Raum-Umluft-Anlage zugeführt.
DATEN

Adresse
A-1170 Wien, Czartoryskigasse 179A/5;
Christa und Herbert Binder

Grundstück
1941 m² (Erwerb: 1990; 1997, 2000 + 2006 Zukäufe)

Bauzeit
November 2002 bis Februar 2005;
Bewilligung Feb. 2006

Bebaute Fläche
120 m² + 30 m² Nebengebäude (Gartenboxen)

Nutzflächen
OG 105 m² (100 m² + 5 m² Nassräume)
UG 80 m² ( 68 m² + 12 m² Nebenräume)
KG 35 m²

Planung: Herbert Binder
Bauaufsicht: Ursula Holzinger
Tragwerksplanung: Richard Woschitz
Wichtige Baufirmen:
Baumeister: Pfneiszl (Drassmarkt)
Zimmerer: Klonner (Arbesbach)
Tischler: Graschopf (Gresten)
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