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SAAL MIT AUSSICHT
 
 
 
angeordneten, aber wuchernden Kräuterfeldern vorbei und
weiter zu den Hauseingängen. Weinstöcke erinnern an die ursprüngliche Nutzung des Südhanges.

Positionierung und Panorama
Für das weit vorragende Hanghaus wurde eine optimale Posi-
tion an der obersten Geländekante gewählt. Die benachbarte Umgebung ist entsprechend einbezogen. Das imposante Panorama reicht hier vom „Steffel bis zum Wienerwald“. Bei klarer Sicht sieht man sogar den 70 km entfernten Schneeberg. Eindrucksvoll sind die manchmal dramatisch wechselnden Natur- und Wetterschauspiele. Auf der Süd- u. Talseite erlebt man direkt und intensiv den stetigen Wandel der Jahreszeiten. Hier kann man von der vollen Sommersonne bis hin zum herrlichen Winter das Jahr gut erleben. Besonders stimmungs-
voll bietet sich die allmähliche Verwandlung des weiten Häusermeeres zum Lichtermeer!


DAS HAUS

Eine Grundidee des Entwurfes war es, der Theatralik des
Ortes eine „einfache“ Architektur entgegen zu setzen, also ein „Haus – Kubus in die Aussicht“ zu stellen. Trotzdem hat jede Seite eine ganz andere Ausstrahlung. Das Haus selbst
schwebt mit einer gewissen Leichtigkeit gleichsam über der
Stadt-Landschaft – manchmal sogar auch über den Vogelschwärmen! Erreicht wird dies unter anderem, indem auf einen zurückgesetzten Betonsockel ein vorragender, 14,2 m x 8,4 m x 3,5 m großer, aber leichterer Holz-Glas-Kubus aufgesetzt wurde. Ein Eindruck des Fliegens wird durch das rundherum weit überragende und dünne Flachdach verstärkt. Durch die Beleuchtung der Untersicht ist dies auch bei Dunkelheit wahrnehmbar.
Die verschiedenen Geschosse
Der erste Blick von der oberen Zufahrt aus zeigt das in Holz gehaltene obere Geschoss des Hauses. Von hier wirkt das Wohnhaus eher klein. Der Vorgarten- und Erschließungsbereich im Norden des Gebäudes erhält eine für einen Steilhang recht bequeme Größe. An der Westseite ist dem Haus eine größere Holzterrasse vorgelagert, deren Pergola mit Wein bewachsen werden soll um vor Westwinden zu schützen. Die Süd- und Ostseite des Raumes ist zur breiten Aussicht hin orientiert.
Das untere in Beton gehaltene Geschoss ist im hinteren Bereich im Hang verankert und tritt vorne auf dem Steilstück heraus. Der Südteil des 68 m² großen Raumes wendet sich abermals der Aussicht zu. Eine kleine geschützte Holzterrasse wurde der „Stadtseite“ vorgelagert. Für beide Ebenen bestehen getrennte Zugänge von Außen, was eine spätere Teilung des Hauses in verschiedene Bereiche ermöglicht.
Der Keller liegt komplett im Erdreich und ist nur über eine Treppe von außen zugänglich.

Ergänzungen
Eine ganz in Glas gehaltene, zirka 5 m² kleine „Sky-Box“ soll später auf die 115 m² große, begrünbare Dachterrasse gesetzt werden. Ein besteigbarer Mast gestattet einmal einen
Rundblick über ganz Wien. Auf der Liegenschaft sind in Form von „Garten-Boxen“ nach dem Entwurf von Corina Binder verschiedene Nebengebäude als ergänzende Außenfunktionen wie Gartenhaus, Servicehaus, Badehaus vorgesehen.


DER RAUM

Das obere Geschoss des Hauses ist ein schlicht gehaltener Holzkubus und wird von einem rund 100 m² großen Saal beherrscht! Dieser stützenfrei Großraum ist von einfacher Klarheit und ermöglicht viele Funktionsvariationen.
Zur Gestaltung
Holz, Metall und Glas
sind im oberen Geschoss die drei zurückhaltenden und doch bestimmenden Hauptmaterialien.
Der Großraum wird einerseits vom dunklen und trittfesten Akazienboden sowie andererseits von der weißen, leicht wirkenden Decke eingefangen. Während an der Außenfassade die unbehandelten Lärchenbretter die Witterung sichtba rwerden lassen, wirkt an den Innenwänden die lebendige Birkenmaserung. Durch die streng eingehaltene Horizontalität (15 cm Schichtungen) wird die Weite des Ortes aufgenommen und man wird an die Reling eines Schiffes erinnert. Die recht großen Fronten der Glas-Schiebe-Elemente, welche die volle Raumhöhe einnehmen, erweitern den Wohnsaal optisch
bis zum Horizont.

Es entsteht ein ständiges Spiel Innen-Außen-Innen. Dem gegengesetzt wurden weitgehend geschlossene Wände im „hinteren“ Teil entgegen gesetzt, was einen „schneckenartigen“ Rückzug in den geschützteren Ruhebereich erlaubt. Die beschränkte Einsicht wird zusätzlich durch mehrere Rollos verhindert. Trotzdem bleibt eine starke Verbindung nach vorne und somit außen erhalten.

Die Farbgebung ist zurückhaltend und steht im Kontrast zum dominierenden Großraum und der unglaublichen Aussicht. Lediglich wenige „Farbtupfer“ und einzelne Formen wie Küchenelemente, verschiedene Sitzmöbel, Teppiche, Kaminofen, ... bilden Akzente im sonst schlicht gehaltenen Großraum. Das Lichtkonzept unterstützt die Inszenierung des Raumes, die Beleuchtungskörper selbst treten zurück.

Die Klarheit des Baukörpers und seines Innenraumes werden durch die strenge Abstimmung der einzelnen Details und deren exakte Ausführung durch die Professionisten in ihrer beabsichtigten Wirkung noch unterstrichen.
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