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Bauträgerwettbewerb, In der Wiesen Süd (BPL 5)
§ 69 BO FÜR WIEN
Genaue Begründung der Abweichung
KURZBERICHT

Der Standort ist für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen aus unterschiedlichen Gründen attraktiv; im Einzelnen für Personen,
die günstige Unterbringung an gut erschlossenen Standorten suchen, die in der Nähe ihres Arbeitsplatzes Wohnen wollen
und die Grün und gute Infrastruktur für Familiengerechtes Wohnen suchen,wobei jeder dieser drei Kriterien für sich gesehen für die Ansiedlungsentscheidung ausreicht.
Es wird daher eine im Sinn dieser Kriterien gemischte Bewohner/innenstruktur erwartet, ohne besondere Nähe zur Hochkulturkonsumation und zu Universitäten.

Insoweit wienweit entsprechend empirischer Sozialforschung rund 60 % lediglich gut und günstig untergebracht sein wollen, jedoch für rund 40 % das Wohnen gleichsam ihr Hobby ist,
wird dieses Verhältnis auf der Wiesen Süd geringfügig anders zu erwarten sein, etwa zwei Drittel zu ein Drittel. Das ideale Angebot könnte daher lauten: Ein Drittel extrem günstige,
knapp dimensionierte Wohnungen, ein weiteres Drittel günstige, Familiengerecht dimensionierte Wohnungen und ein Drittel Wohnungen, die das Einladen der Bekannten und Verwandten sowie das Verrichten von „Hobby-Wohnen“-Tätigkeiten, wie Garteln, Kochen und Heimwerken (sowohl als Familien-, als auch als Singlehaushalt) erlauben, – auch, wenn es wegen
der Wohnungsgröße mehr kostet.

Aus dem letztgenannten Wohnungsdrittel kommen wohl jene Personen, die die „Kerngruppe“ der Hausgemeinschaft dar-
stellen, da sie mit Anlage und Wohnung besonders verbunden sind. Die Anderen fügen sich in ihren Interessen gut ein und werden froh sein, dass sich diese „Kerngruppe“ formiert hat.

Was die Herkunft betrifft, ist mit durchschnittlichen, problemlosen Verhältnissen zu rechnen (etwa ein Drittel von Personen mit Migrationshintergrund).

Die Baufluchtlinien umschreiben über die drei Liegenschaften Baupl. 2, 5 + 11 hinweg, in Nord-Süd- Richtung angeordnete Baukörper, abwechselnd in den Baukl. II + I, die lediglich zw.
11 und 15 m voneinander entfernt sind. Der unverschwenkte Lichteinfall auf Niveauebene gegenüber der Baukl. III wäre 55°. Werden auskragende Balkone, Loggien oder Erker im zuläs-
sigen Ausmaß von je 150 cm je gegenüber angeordnet, wäre
die zwischen ihnen verbleibenden Breite an der engsten Stelle lediglich 8 m.
Da begründete Abweichungen von Bebauungsbestimmungen
in diesem Wettbewerbsverf. zugelassen sind, können im Wege des Kubaturausgleichs auf dem Baupl. 5 die beiden Baukörper durch einen einzigen mittigen in der Baukl. II ersetzt werden, was zu wesentlich verbesserte Abstände zu den Baukörpern
auf den Nachbarliegenschaften von bis zu 27 m führt.
Dies führt zu einer erheblichen Qualitätsverbesserung auf den benachbarten Bauplätzen aber auch für das weitere Umfeld
des Planungsgebietes.
Daher wird die genauere Begründung der Abweichung von
den geltenden Bebauungsbestimmungen gemäß § 69 der Bauordnung für Wien wie folgt dargestellt:
1.1





1.2


1.3
Die Bebaubarkeit der drei Nachbarliegenschaften wird nicht gemindert. Der verschwenkte Lichteinfall wird bei beiden benachbarten Trakten an der § 53-Str. eingehalten. Darüber hinaus wird ab der Gebäudehöhe von 12 m im Westen das „Dörfl am Dach“ zurückgerückt und im Osten am Straßentrakt über 12 m keine Baulichkeit vorgeschlagen.
Die Emissionen werden nicht erhöht und es erfolgt keine Vermehrung der zulässigen baulichen Nutzung. Die bebaute Fläche der Liegenschaft wird nicht ausgeweitet.
Das „örtliche Stadtbild“ wird im Grunde beibehalten indem keine Erhöhung der Baukörper erfolgt. Der Charakter der Gebäude sowohl der Front zur § 53-Str. als auch die „fingerartige“ Bebauung nach Norden wird durch nun nur einen aber etwas breiteren Gebäudeteil beibehalten. Diese Gebäudebreite wurde im Planungsgebiet auch öfters vom

1.4

2.1













2.2
Bebauungsplan ermöglicht.
Die Flächennutzung und Aufschließung der Liegenschaft werden nicht grundlegend geändert.
Es wird eine wesentlich zweckmäßigere Flächennutzung bewirkt indem die Abstände zu den benachbarten Nord-Süd erstreckenden „Gartentrakte“ sich um 7–10 m im Osten vergrößert und im Westen sogar mit 12–14 m das doppelte Ausmaß erreicht! Dadurch erfährt insbesondere der westl.
gewidmete Durchgang eine besondere Aufwertung, was wiederum für das benachbarte Wohngebiet von wesent. Bedeutung ist. Vor allem auch deshalb weil aus heutiger Sicht diese Nord-Süd Verbindung offensichtlich eine lange Zeit diese Funktion übernehmen wird müssen. Weiters wird so auch ein Kinderspielpl. in der Größe von mind. 500 m²
im Freien vorgesehen. Diese Einrichtung kann so auch anderen benachbarten Bewohnern und ihren Kindern dienen, insbes. den direkt westl. und östl. angrenzenden.
Die nördlich benachbarte gärtnerisch gewidmete Bauland-
fläche wird derzeit noch als Gärtnerei genutzt. Für den der-
zeit, wahrscheinlich im „Konsens“ bestehenden Baubestand (Glashäuser) wird die Beschattung von neuen Gebäuden im März abgewogen. Statt den möglichen zwei 13 m breiten Gebäuden ist nun nur ein, aber 23 m breites Gebäude vor-
gesehen. Der Abstand von der Grundgrenze ist von 2,5 m auf ~5 m vergrößert. Darüber hinaus wird ab der Gebäude-
höhe von 12 m im Norden das „Dörfl am Dach“ um 3 m zu-
rückgerückt. Damit würde am Stichtag 21. März eine deut-
lich geringere Beschattung der Glashäuser gegeben sein. (Es dürfte Anfang März für ein 25 m breites und wie zuvor beschriebenes gleich hoch errichtetes neues Gebäude in einem Abstand von 4,5 m etwa die gleiche Beschattungs-
zeit ergeben wie Gebäude die nach den gültigen Bebauungsbestimmungen errichtet werden können!)
Insgesamt gesehen ergibt sich für die Nachbarn eine wesentliche Verbesserung durch die hier vorgeschlagene Gebäudelage im „Gartenbereich“ der Liegenschaft.
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